Dienstag, 16. Januar 2007

Die Ehrenfeste

Ich erreichte die Burg Nethergarde bei Dunkelheit. Am Horizont leuchtete fahl das dunkle Portal, das von wirbelnden Energieströmen umgeben war. Gelegentlich blitzte noch eine Artilleriesalve durch die Luft, doch der Feldkommandant der Kaserne versicherte mir, es wäre bereits eine Expeditionseinheit durch das Portal gebrochen und hätte einen Brückenkopf auf der anderen Seite errichtet.

Am Morgen darauf bot sich mir in der Burg ein grausamer Anblick. Viele Verletzte, die behandelt werden mussten. Da mir erster Hilfe geläufig war, half ich aus. Einer der Verletzten starrte mich lange an: Ein Hochelf, kein Blutelf! Aus dem kurzen Gespräch mit ihm erfuhr ich, das es eine kleine Festung hinter dem dunklen Portal geben musste. Er gehörte einer kleinen Streitmacht von Daneth Trollbane an, die auf der anderen Seite des Portals mitgekämpft hatte. Er riet mir, mich bei einem der Hauptmänner in der Burg zu melden, da dort dringend Hilfe gebraucht wurde.

Ob wir uns wiedersehen würden?

So stieg ich, über die Leichen gefallener Dämonen, durch das dunkle Portal. Kaum war ich hindurch, spürte ich bereits den harten, heissen Wind und den Gestank nach Schwefel lag in der Luft. Beunruhigender waren die Kämpfe vor dem Portal. Ich meldete mich beim Marschall der Verteidigung, der mir jedoch versicherte, das hier alles unter Kontrolle war. Mich überflüssig fühlend stieg ich auf meinen Tiger und machte mich auf den Ritt durch dieses öde Land.

Dank der Beschreibung des Hochelfen fand ich die Festung Daneth Trollbanes relativ schnell. Jedoch schien die Festungsanlagen dem Verfall nahe. Uralte Wracks von Dampfpanzern lagen versandet herum, die stolzen Türme nurnoch Ruinen. Es war für mich allerdings eine Überraschung, in der Festung sogar auf Kinder zu treffen, die nichts anderes als diese trostlose Welt kannten.

Wie geraten, meldete ich mich bei einem Hauptmann der Festung, der mir riet, mich im Gasthaus einzuquartieren, und zur Front der Legion aufzubrechen.

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