Freitag, 19. Januar 2007

Der Blutkessel

Der Wind treibt stinkende Rauchschwaden des langsam verbrennenden Kadavers des Verdammniswächters zu uns hinüber. Wir halten einen Schlüssel in der Hand und warten. Mein Freund ist aufgebrochen, einen Weg in diese Festung zu finden.

Endlich schwingt sich eine dunkle Gestalt mit einem Dolch zwischen den Zähnen zu uns hinauf und bedeutet uns, ihm zu folgen. Wir folgen ihm durch dunkle Gänge, bis wir an einer riesigen Treppe stehenbleiben, die offenbar ins Herz der Anlage zu führen scheint.

Plötzlich überkommt mich ein ungutes Gefühl und ich lasse einen Brandkörper fallen, in dessen hellem Schein plötzlich eine Gestalt aus den Schatten sichtbar wird: Ein Späher! Er versucht zu flüchten, jedoch stoppt ihn ein gewaltsamer, gleißender Lichtschlag. Sekunden später durchbohrt ein Pfeil seine Kehle und lässt ihn zusammenbrechen.

Wir scheinen nicht willkommen.

Wir erklimmen die Treppe, und unter dem Schwert unseres Kriegers brechen weitere Orks zusammen. Eine beeindruckende Festung, deren Mitte von einem riesigen Saal eingenommen wird. Etwas großes, dunkles scheint dort festgehalten zu werden ... Aber selbst meine Augen reichen nicht so weit.

Nachdem wir einen großen Behandlungsraum verwüstet und in Flammen zurückgelassen haben, erreichen wir den Boden des Saals und erkennen, das dort unten ein Grubenlord festgehalten wird...

Ein interessantes Rätsel, auf das wir keine Antwort fanden. Nichtmal der orkische Hexenmeister und seine Akolyten, die ihr Ende durch unsere Waffen fanden, lieferten uns Hinweise darauf.

In der stillen Hoffnung, das wir dieses Rätsel noch lösen würden, machten wir uns auf den Weg, diese Festung zu verlassen. Weiter oben erklangen bereits die Stimmen von erfahreneren Kampfeinheiten dieser Orks, und wir hatten nach diesen Anstrengungen kein Bedürfniss danach.

So verliessen wir die Zitadelle und kehrten in die Ehrenfeste zurück, wo es mittlerweile vor Infanterie nur so wimmelte. Eine kleine Zeltstadt war entstanden und Pioniere waren bereits damit beschäftigt, die Verteidigungsanlagen instand zu setzen.

Vieleicht lag es an all der Unordnung, das uns niemand weiter beachtete. Wer weiss, in welcher Schublade die von uns gelieferten Berichte nun liegen...

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