Dienstag, 29. Januar 2008

Das Ende des grossen Verräters

Stumm standen wir vor dem grossen Verräter, oben auf der höchsten Plattform des schwarzen Tempels. Ein kühler Wind trieb kleine Staubschwaden über den Platz.

Akama trat zu Illidan, um ihn herauszufordern. Verächtliches Gelächter war die Antwort und plötzlich schien es, als ob der Wind erstarrte. Ich fühlte die Federn meines Pfeils auf den Fingern und spannte unbewusst die Sehne, das leise Knarren des Bogens kam mir wie aus weiter Ferne vor...

Ein wütender Ausruf Illidans gellte über den Platz, gefolgt vom Klirren seiner zwei Kriegsklingen auf dem Schild unseres Kriegers.

Erst Sekunden später realisierte ich, das bereits mehrere Pfeile von mir in Illidan steckten. Wie in Trance kämpften wir, bis Illidan seine Flügel ausbreitete und zum Himmel über uns stieg, während uns zwei Feuerelementare das Leben schwer machten. Umgeben von Feuerwänden kämpften wir einen verzweifelten Kampf, bis die Illidan wutentbrannt zu Boden fuhr und sich in einem wütenden Ausbruch in einen Dämonen verwandelte. Wütende Schattengeister fuhren durch unsere Reihen und ich sah einige zusammenbrechen unter dem Sturm.

Meine Hand schnellte zu Gesundheitssteinen und Heiltränken, als plötzlich eine nie gespürte Macht mich in meinen Bewegungen hemmte. Harte Schritte hallten über den Platz, als sich die Jägerin Maiev Shadowsong ihrer nun geschwächten Beute nährte und die Kapitulation forderte.

Ein nicht so selbstsicheres Lachen war die Antwort und Illidan verstärkte seine Angriffe auf uns, aber sank plötzlich zu Boden, als die Jägerin durch eine Falle ihm seine Energien entzog. Unsere Angriffe verstärkten sich und plötzlich, mit einem Aufstöhnen ... sank Illidan zu Boden.
Der große, verratene Verräter, der unter einer fremden Sonne und weit entfernt von Zuhause, sein Ende fand. Nie wieder würde er das Zwielicht unserer geliebten Wälder sehen.

Mit einem Anflug von Trauer kniete ich vor ihm, und wünschte ihm eine friedliche Reise, wohin auch immer sie ihn führen mochte. Die Bruderzwist die vor viertausend Jahren begann ... nun ist sie zuende.

Sonntag, 20. Januar 2008

Das Council und der Meister

Den Sitz der Berate hatte ich mir etwas imposanter vorgestellt. Nachdem wir einen Weg zurückgelegt hatten, der durch schwergepanzerte Wächter etwas erschwert wurde, standen wir in der Halle des Councils, direkt unter dem großen Verräter persönlich.

Nur dieser Kreis trennte uns noch von ihm, dann würde es Gerechtigkeit geben. Oder unser Untergang. Wer weiss sowas schon so genau in diesen Tagen?

Jedenfalls währte das Council nicht sehr lang und musste sich unseren Waffen geschlagen geben. Ich habe nur wenig von diesem Kampf mitbekommen, zu sehr war ich mit dem Ausweichen magischer Attacken beschäftigt. Und plötzlich - fielen sie.

Müde kümmerten wir uns um unsere Verwundeten, um uns danach mit Akama vor dem Tor zum Dach des Tempels wiederzufinden.

Zusammen mit den anderen Todeshörigen brach er das Siegel des Tors und mit ihm zusammen schritten wir auf das Dach, wo ein kühler Wind uns frösteln liess...
Und er war da. Der große Verräter, Schande meines Volkes und selbsternannter Herrscher der Scherbenwelt. Ohne seine Verbündeten. Der Verräter, der selbst verraten wurde. Hier, und heute, würde es enden. Oder auch nicht? Ein ungewisses Schicksal liegt vor uns. Ich denke zurück an das, was hinter mir liegt.
Vashj. Kael'thas.

Es wird sich zeigen, ob wir bereit sind. Bereit für die Zukunft.

Lustgärten und Regierungen

Nach dem Sieg über das Reliquar stand nun endlich die Tür zum Lustgarten der etwas abgehobenen selbsternannten Diktatur über diesen zerbrochenen Rest einer Welt offen.

Zunächst kämpften wir uns an einer Menge kratzbürstiger Konkubinen und Kurtisanen vorbei, die wohl allen ernstes uns vom weiteren Betreten abhalten wollen. Vermutlich hielten sie uns nicht für zahlungskräftige Kundschaft, aber nach dieser Art Abwechslung drängt es mich ohnehin nicht im Moment.

Unverdrossen und stur wie zwergische Belagerungspanzer machten wir erst vor derjenigen halt, die in diesem Stockwerk den Ton angab: Die Mutter Sharhaz. Niemand, dem ich mein Gold freiwillig anvertrauen würde.

Wir zogen uns kurz zurück und vollzogen einen kleinen Kleidungswechsel, der uns ein wenig vor diesen penetranten Schattenangriffen schützen sollte und schickten die Mutter mit wenigen Anläufen dahin, wo das scharfe Gewürz wächst. (Vermutlich auf irgendeiner Insel im Südmeer. Ich werde den nächsten Goblin fragen, der mir begegnet.)


Damit trennt uns nurnoch Illidans Beraterkreis vom Meister persönlich. Mal sehen.

Sonntag, 6. Januar 2008

Reliquar der Seelen


Es gibt Orte in dieser Welt, die man ungern aufsucht, und einer davon, das weiss ich nun, ist eine bestimmte Ecke in diesem verfluchten Tempel. Wer weiss, was dieses Geschöpf so genau ist?

Ich weiss nur eins: Es war grauenhaft. Nach einem Kampf gegen Drachen, Eredar, Todesritter und alte Götter dachte ich, das mich nichtmehr allzuviel schrecken könnte, aber dieses grauenhafte Kreischen gefangener Seelen geht mir bis jetzt nicht aus den Ohren.

Aber, trotz des Schreckens, den diese Seelengestalten in unserem Schlachtzug verursachten, gelang uns der Sieg über dieses Schreckgespenst.

Mögen diese gepeinigten Seelen in Frieden ruhen.

Zeit, sich anderen Dingen zuzuwenden. Der Lustgarten dieses entweihten Tempels wartet auf uns.

Donnerstag, 22. November 2007

Sieg am Mt. Hijal

Nach dem Sieg über Azgalor zog sich unsere kleine Streitmacht auf den Gipfel des Berges zurück, zu Füssen des Weltenbaums, Nordrassil. Die Ruhe, welche uns in den Stellungen von Tyrandes Schildwache umgab, sollte nur von kurzer Dauer sein.

Archimonde. Einer der höchsten Offiziere von Sargeras. Und drauf und dran, sich die Energien Weltenbaum und des letzten Brunnens der Ewigkeit einzuverleiben.

Unakzeptabel.

Und so griffen wir ein letztes Mal zu den Waffen und kämpften gegen Archimonde. Immer wieder wallte seine Wut auf und schleuderte uns durch die Luft. Glücklicherweise waren wir mit einigen Fallschirmen gegen den schnellen Sturz nach unten gerüstet.

Jedoch war auch am Boden die Situation alles andere als entspannt, da hier Feuergräben auf uns zuschossen.

Mit einem letzten Aufbäumen griff er uns mit all seiner Macht an, doch spürten wir plötzlich die Macht von Nordrassil, die uns für kurze Zeit unverwundbar machte. Und so versetzten wir Archimonde den Todesstoss.

Montag, 22. Oktober 2007

Das Ende von Azgalor

Erschöpft von den letzten Angriffswellen, liessen wir uns eine Weile im Stützpunkt der Horde nieder.

Es war eine der schlimmsten Nächte, die ich je erlebt habe, mehrmals hörte ich im Halbschlaf, wie einzelne Gargoyles hoch über dem Lager kreischten. Was wohl der kommende Tag bringen würde?

*-*

Müde schleppte ich mich aus dem Lager, das ich in einer Hütte der Heiler errichtet hatte. Der Morgenwind lies mich etwas frösteln. Ich spürte, das heute die Entscheidung fallen würde.

Den Tag verbrachten wir in quälender Ungeduld. Es tat sich einfach garnichts. Gerade, als ich wieder etwas döste, ertönten dumpfe Kriegstrommeln. Verflogen war die Müdigkeit, und hektisch bezogen wir unsere Stellungen. Keine Minute zu spät, den schon nährten sich die ersten Ghoule und Monstrositäten.

Wie schon am Vortag war dies nur der Auftakt der Schlacht, in der es einfach drunter und drüber ging. Ich kann mich kaum erinnern, nur gelegentlich hielt ich kurz inne, wärend ich meine Axt im Vorbeilaufen in einen dieser stinkenden Ghoule zu rammte.

Schliesslich schickte sich der letzte Offizier von Archimonde an, mit unserer verbissenen Gegenwehr aufzuräumen. Azgalor.

Diesen Fehler bezahlte er, auch wenn seine Zauber und Attacken für viele Verwundete in unseren Reihen sorgten.

Dennoch mussten wir den Stützpunkt schnell räumen, da sich nun der bösartige Eredar selbst zu uns auf den Weg machte ... Archimonde.

Kaz'Rogal!

In einer hektischen Flucht zogen wir uns vorbei an brennenden Gebäuden der Streitkräfte von Jaina Proudmoore. Der Himmel wurde verdunkelt durch die Schwärme an Gargoyles und das wütendes Kreischen von Ghoulen und Monstrositäten hallte den Pass hinauf. Nach einem kurzen Ritt erreichten wir die Stellungen von Thrall's Horde. Die Kunde von Jainas Niederlage war hier bereits eingetroffen und so befand sich der ganze Stützpunkt bereits in Alarmbereitschaft, als wir eintrafen.


So bezogen wir ebenfalls Stellung und mussten auf die erste Angriffswellen auch nicht lange warten. Sahen wir uns anfangs nur mit Bodentruppen konfrontiert, hallten schnell die Schreie der Bogenschützen durch die Luft: Gargoyles!

Sie wurden von einem Hagel aus Pfeilen, Speeren und anderen Geschossen empfangen und schliesslich zu Boden gebracht.

Diese Ruhe sollte nicht lange andauern, denn bald stellte sich der erste Kommandant der Angriffswellen bei uns ein: Kaz'Rogal, ein zugegebenermassen ziemlich hässlicher Dämon, dessen Hauptaufgabe darin bestand, unsere geistige Gesundheit und damit unsere Manavorräte konsequent zu vernichten.

Wir hatten allerdings mehr Schlagkraft. Und somit verlief sich die erste Angriffswelle der Brennenden Legion schonmal im Sand. Ruhe trat über dem Schlachtfeld ein, die nur durch die Rufe von Verwundeten durchbrochen wurde. Diese Ruhepause würde nicht lange währen, dessen waren wir uns bewusst. Aber nun hatten wir den Zorn der Legion geweckt und ahnten, das die nächsten Angriffe nur um so erbitterter erfolgen würden...

Das Kreischen und Zetern, das den Pass emporhallte war einige Noten wütender geworden....